Brücke Kobenz - St.Margarethen, Steiermark
Mur - Aulandschaft zwischen
Kobenz und St. Margarethen
Die Gemeinden Kobenz und St. Margarethen errichteten gemeinsam einen Verbindungssteg (Geh und Radweg) über die Mur.
Grundidee der Brücke ist, das Erlebnis „Wasser“ beim Queren des Flusses intensiv spürbar werden zu lassen.
Das gelingt durch ein „Sich-mit-dem-Wasserspiegel-auf-und-nieder-bewegendes-mittleres-Auflager“ einerseits und durch eine offene und mit Bodenschlitzen versehene Stegkonstruktion der Brückentragwerke andererseits.
Das schwimmende mittlere Auflager erlaubt dem Benützer die Annäherung an den Fluss in der Mitte seiner Wasseroberfläche wodurch es zu einem intensiven Erlebnis mit dem fließenden Gewässer kommt. Zusätzlich gibt es in der Mitte am Flusswasser einen Platz zum Verweilen. Von hier aus kann man die wunderschöne geschützte Auenlandschaft (NATURA 2000 Gebiet - Europa-Naturschutzgebiet) an den beiden Murufern bewundern.
Feierliche Eröffnung der Schwimmbrücke am 26. September 2009
Bildmaterial beigestellt von Karl Schwarz / blackpix.at
Das Brückenkonzept besteht aus mehreren Elementen
Brückenköpfe und das hoch aufragende Mitteljoch aus Stahlbeton und Nirostahl, eine schwimmende Plattform und die beiden Brückentragwerke. Die Brückentragwerke lagern in der Mitte auf der schwimmenden Plattform auf und sind als Trogbrücken aus Leimholz ausgebildet. Die schwimmende Insel ist an dem Mittelpfeiler mit einem Gegengewicht aufgehängt. Der Schwimmkörper und die Konstruktion bestehen aus Stahl. Dem Besucher der Brücke bieten sich auf der Insel kleine Sitznischen zum Verweilen nahe der Wasserkante an. Die Insel stellt das Auflager für die beiden Trogbrücken dar. Das Gegengewicht übernimmt genau die Auflagerlasten der beiden Brückentragwerke. Der Schwimmkörper leistet den Auftrieb für die jeweiligen Nutzlasten. Die Insel bewegt sich geführt an Laufschienen am Mittelpfeiler auf und ab. Das Gegengewicht ist mittels Umlenkrollen montiert. Der Mittelpfeiler aus massivem Stahlbeton ist im Flussbett fest verankert und stellt mit dem Gegengewicht das vertikale Merkzeichen der Brücke dar.